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Zahlungsmittel in den Vertragsländern

Die von den Nichtmitgliedern nach dem System der Münzunion geprägten Münzen waren in den Vertragsstaaten keine gesetzlichen Zahlungsmittel; einige davon (die Gold- und großen Silbermünzen) zirkulierten aber trotzdem international.

Indirekt waren auch Österreich-Ungarn und Rußland über deren fast geraden Wechselkurs: 4 Gulden (ab 1892: 8 Kronen) = 10 Francs bzw. 1 (Gold-)Rubel = 4 Francs) faktisch Mitglied in diesem Währungsverbund. Bereits ab 1870 prägte Österreich-Ungarn als Handelsmünzen Goldmünzen zu 4 und 8 Gulden, die die zusätzliche Wertbezeichnung 10 Fr bzw. 20 Fr trugen.

Die russisch-finnischen Goldmünzen zu 10 und 20 Markka entsprachen ebenfalls im Feingehalt den 10 und 20-Francs-Stücken, während die Silbermünzen nicht nach den Vorschriften der lateinischen Münzunion ausgeprägt wurden.

 

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21.07.2018, 21:32
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