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21.X.2008 - Währungsreserven der SNB: Parlamentarische Initiative eingereicht von der Schweizerischen Volkspartei

Die Gesetzgebung ist dahingehend zu ändern, daß die Währungsreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im Verhältnis zur Bilanzsumme der systemrelevanten inländischen Finanzinstitute und zu den Importen in die Schweiz wieder mindestens auf den Stand des Jahres 2000 angehoben werden.

Begründung


In Krisensituationen sollte eine Nationalbank fähig sein, über eine entsprechende Geldpolitik Vertrauen und Stabilität in ein Währungssystem zu bringen.

Hierzu bedarf es aber einer angemessenen Reservehaltung. Seit der Jahrtausendwende wurden die Währungsreserven der SNB stark abgebaut. Dies führte dazu, daß die Möglichkeiten zur Intervention für die SNB stark reduziert sind.

Um den Handlungsspielraum der SNB zu vergrößern, muß sie ihre Reserven beschleunigt aufstocken. Nicht nur im Vergleich zum Bilanzsummentotal der systemrelevanten Großbanken, sondern auch im Verhältnis zum Importvolumen sind die Währungsreserven der SNB in Rückstand geraten.

Deshalb muß die SNB dringend von der Fessel der Zwangsausschüttungen an die Kantone befreit werden, damit sie ihre Reserven aus zurückbehaltenen Gewinnen aufstocken kann. Jede andere Mittelbeschaffung, selbst die Ausgabe von Obligationen, würde die Geldpolitik beeinflussen. Nur so wäre es der SNB im Krisenfall möglich, zu intervenieren und das Vertrauen in den Finanzplatz wiederherzustellen.

 

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21.07.2018, 21:32
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